28.08.2019 - Ein Bummel auf Immenser Vergnügungsmeile  

Auch die große Hitze am Sonntag hat viele Interessierte nicht davon abhalten können, am Bummel entlang der Immenser Vergnügungsmeile teilzunehmen.

Der Arbeitskreis "Unser Dorf hat Zukunft" hatte sich nach dem gelungenen Dorfspaziergang "Starke Frauen" im letzten Jahr, dieses Mal die Immenser Gaststätten vorgenommen.

Viele Jahre gab es gleichzeitig vier Gasthäuser im Dorf. Über andere ist teilweise nur wenig bekannt. An zwei Wirthäuser können sich nur noch wenige alteingesessene Immenser erinnern.

Dass es auf dem ehemaligen Hof der Familie Thiele um 1870 neben einer Ölmühle auch eine Gaststätte gab, darüber waren selbst alle Mitglieder dieser Familie nicht informiert.

Zum Auftakt des Spaziergangs stand der Besuch bei Familie Giere an der Lüneburger Straße, die mit einer gekonnten Präsentation die Geschichte der Gaststätte Peters, die zeitweise auch den Namen Deutsches Haus trug, vorstellte. Das Gasthaus mit Ausspann, großem Saal, Biergarten mit großem Pavillon, Kegelbahn und Clubräumen, muss damals bereits sehr imposant gewesen sein und wurde 1939 aus familiären Gründen aufgegeben.

Auch das leibliche Wohl ist bei dem Besuch nicht zu kurz gekommen. Die Teilnehmer am Dorfspaziergang wurden von der Familie großzügig mit Getränken und kleinen Snacks versorgt.

Über die zweite Station an diesem Nachmittag, wird in der Chronik "Immensen ein Bauerndorf" noch als ein verschachteltes Anwesen berichtet. Aber auch, dass dieses Gasthaus, heute Scheuer´s Hof seit der Eröffnung um 1750 bis heute als Wirtshaus betrieben wurde. Die verschiedenen Bauelemente rührten daher, dass bis 1955 neben der Landwirtschaft parallel der Gastbetrieb lief, was die Besitzerin I. Bleckwenn an Hand einer Aufnahme um 1950 erläuterte.

Heute hat das Gebäude nach vielen Umbauten und Sanierungen klare Strukturen.

Besonders der Saal, 1898 gebaut, hat eine wechselhafte Geschichte. Bei der letzten Baumaßname um 2003 wurden die Plaketen des Immenser Fahrradvereins gefunden. Die Radfahrer drehten zu Übungszwecken im Saal ihre Runden und bis vor dem Bau der Sporthalle 1962 fand der Turnbetrieb des MTV im Saal statt. Neben verschiedenen Turngeräte konnte auch ein Reck im Boden verankert werden.

Legendär sind auch die Sockenbälle der Landjugend, die teilweise mehr als 600 Besucher nach Immensen zogen. Da es das Gasthaus Peters nicht mehr gab, fand das gesellschaftliche Leben der Immenser seitdem in Scheuers Hof, der auch heute noch über eine intakte Bühne verfügt, statt.

Mit der nächsten Station, dem Gasthaus Ahlers, sollte vor allem an Erwin Knigge, der vor für die besten Hähnchen weit über Immensen hinaus bekannt war, erinnert werden. Erwin Knigge hat danach mit großem Erfolg 20 Jahre lang das Sportheim in Immensen bewirtschaftet und alle seine Nachfolger wurden danach immer an ihm gemessen. Er galt bei vielen als "Muffelkopf" und es musste immer nach seiner Nase gehen. Ein Bier wurde mindestens 7 Minuten gezapft, unter dem ging es nicht über den Tresen. Aber wenn er gut drauf war, trat er auf Wunsch bei Familienfeiern als "Gottlieb Wendehals auf, woran an diesem Nachmittag eindrucksvoll erinnert wurde.

Die Gaststätte Ahlers kann auch auf eine 100jährige Tradition bis zu ihrer Schließung 2002 zurückblicken. Seit der Eröffnung 1902 waren nach dem Verkauf des Gebäudes 1935 verschiedene Institutionen im Haus untergebracht,

als mit dem neuen Besitzer 1955 hier wieder eine Gastwirtschaft betrieben wurde.

Mit der letzten Station des Dorfspaziergangs in Lükens Hof an der Bauernstraße wurde vor allem an das ehemalige Kino erinnert. Hier sollte dann bei einem kleinen Umtrunk die wechselhafte Geschichte der Gaststätte im Mittelpunkt stehen. Zunächst wurde jedoch recht eindrucksvoll in der ehemaligen Vorhalle und dem späteren Kegelbahnvorraum die Geschichte des Kinos erzählt.

1950 wurde die ehemalige Scheune der schon lange nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Hofstelle in einen Kinosaal mit ca. 80 Plätzen umgebaut. Die Bestuhlung kam aus Uetze, wo seinerzeit das Kino erneuert wurde.

Zum Vorführen der Filme waren zwei Standmaschinen aufgestellt. Die gleiche Bauart steht heute noch im Eingangsbereich der Schauburg in Burgdorf.

Damals war es üblich, dass Filme an mehren Standorten gleichzeitig liefen. In der Pause wurde der Film dann von einem Aufführungsort zum nächsten mit dem Motorrad gebracht. Da konnte es passieren, dass nach der offiziellen Pause der nächste Filmteil auf Grund unvorhersehbarer Ereignisse noch nicht vor Ort war. Letztendlich konnte das Problem dann doch recht schnell gelöst werden.

Anschließend konnten die Teilnehmer im ehemaligen Gastraum von Lükens Hof, alte Filmplakate aus vergangener Zeit sowie auf einer Leinwand eine Innenaufnahme des Kinosaals bewundern.

Bei kühlen Getränken und Knabberei wurde über das Ende des Kinos um 1965 und der geplanten Diskothek berichtet. Die hat aus Mangel an den technischen Voraussetzungen den Eröffnungsabend leider nicht überlebt, so der Bericht eines Zeitzeugen. Die Gaststätte war jedoch immer sehr gut besucht und erfreute sich großer Beliebtheit auch bei vielen Gästen von außerhalb.

Nach dem es einige Jahre dann etwas ruhiger geworden war, kam um 1987 mit der Kegelbahn und der Übernahme der Gaststätte eines neuen Pächters mit jugoslawischen Gerichten wieder Schwung ins Haus. Leider gehört diese Zeit seit Anfang 2016 auch schon wieder Vergangenheit.

 

 

15.08.2019 - Dorfspaziergang entlang der Immenser Vergnügungsmeile

Termin: Sonntag, den 25. August um 16.00 Uhr

Treffpunkt: Am Jubiläumsstein zum Dorfwettbewerb auf den Schulhof

Nach dem gelungenen Dorfspaziergang mit dem Motto " Starke Frauen" und der sehr großen Resonanz im letzen Jahr, hat sich der Arbeitskreis "Unser Dorf hat Zukunft" dem Thema "Gaststätten" angenommen. Viele Jahre gab es gleichzeitig einmal vier Gaststätten im Dorf! Über die meisten ist nur noch wenig bekannt. Daher soll am 25. August ein Spaziergang entlang der "Immenser Vergnügungsmeile" stattfinden, die von ehemaligen und heutigen Gaststätten gebildet wurde.

Auch wenn im Vordergrund ein bis zwei unterhaltsame Stunden stehen sollen, wird über historische Daten und Fakten berichtet. Denn bei unserer Recherche haben wir in vielen Gesprächen und aus alten Akten einiges an Neuigkeiten oder Vergessenes erfahren.

So können sich viele sicher noch an das Immenser Kino erinnern, aber dass es davor professionelle Filmvorführungen in Scheuers Saal gab, wissen wohl nur die wenigsten.

Welches die älteste Gaststätte in Immensen ist, werden uns sicher die Nachfahren erzählen. Und deshalb freuen wir uns ganz besonders, dass die heutigen Besitzer einer dieser Gastwirtschaften mit großem Saal den Teilnehmern des Dorfspaziergangs auf ihrem Grundstück selbst etwas über vergangene Zeiten erzählen möchten. Sie haben auch eine Überraschung bereit.

Im Vorfeld soll nicht zu viel verraten werden, was für diesem Nachmittag alles geplant ist. Auf die Interessierten wartet jedoch auf jeden Fall ein kurzweiliges Programm mit amüsanten Geschichten, überraschenden Aktionen und einigen Highlights.

Der Arbeitskreis "Unser Dorf hat Zukunft" freut sich auf viele Besucher.

 

 Wir waren dabei - beim Schützenfest Immensen

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